Peter Blaser & Markus Waldvogel ‹Der Schatten einer Fledermaus› Gedichte und Fotos | ‹L’ombre d’une chauve-souris› Poèmes et Photographies

Wir spürten während Jahren Bäumen, Flüssen, Parks, Bergen, Wolken, Seen, Tieren, Geräuschen, Menschen, Umrissen, Klängen, Geheimnissen und auch Gesprächen nach. Wir wurden unterwiesen von der Lage der Dinge; durch diese Spurensuche entstand eine Textur, eine Auswahl von dem, was unsere Wanderungen mit dem Objektiv und der Schreibmaschine ergaben, eine Landkarte unserer Arbeit, die man immer wieder betrachten, lesen und in die Hände nehmen kann. Das hat sie mit einem Schmuckstück gemeinsam.

            Markus Waldvogel, Gedichte | Peter Blaser, Fotos

 

Des années durant, nous avons épié les arbres, les rivières, les parcs, les montagnes, les nuages, les lacs, les animaux, les bruits, les gens, les silhouettes, les sons, les secrets et les conversations. L’emplacement des choses nous a instruits; cette recherche de traces a engendré une structure, une sélection de ce que nos pérégrinations avec objectif et machine à écrire ont produit, un relevé topographique de notre travail, que l’on peut toujours examiner, relire, prendre dans ses mains comme on le fait avec un bijou.

            Markus Waldvogel, Poèmes | Peter Blaser, Photographies

 

 

Leseproben | Extraits de lecture

 

La légèreté du vol d’hirondelles

rend le poids qui pèse sur l’estomac
plus lourd encore

 

Die Leichtigkeit des Schwalbenflugs

macht den Stein auf dem Magen
noch schwerer

 

* * *

 

Le pouvoir qu’exerce l’habitude

est un accompagnateur aux effets funestes

 

Quiconque s’en débarrasse
peut se mettre en route 

 

Die Macht der Gewohnheit

ist eine fatale Reiseleiterin

Wer sie zur Strecke bringt

begibt sich auf den Weg

 

* * *

 

Tu remarques petit à petit

à quel point ton bras

t’aime

Ses gestes

sa présence incroyable

ton compagnon le plus important 

sur le long chemin

dont tu sais presque tout

si ce n’est 

quand la dernière porte

se refermera à grand bruit

 

Langsam bemerkst Du 

wie Dein Arm

Dich liebt

Seine Gesten 

sein unglaubliches Dasein

die grösste Begleitung

auf dem langen Weg

von dem Du fast alles weisst

nur nicht

wann die letzte Türe
ins Schloss fällt

 

* * *

 

Peter Blaser & Markus Waldvogel ‹Der Schatten einer Fledermaus› Gedichte und Fotos
L’ombre d’une chauve-souris› Poèmes et Photographies 

Zweisprachig Deutsch und Französisch

Nicole Durot, Übersetzung der Gedichte / Traduction des poèmes 

Softcover mit Umschlagklappen, 236 Seiten, 50 Fotos schwarzweiss
Umschlag mattlaminiert 2025, edition pro lyrica, Einzelband
ISBN 978-3-907551-91-2 

Erstverkaufstag 15.4.2025 

Peter Blaser & Markus Waldvogel ‹Der Schatten einer Fledermaus› Gedichte und Fotos | ‹L’ombre d’une chauve-souris› Poèmes et Photographies edition pro lyrica, 2025, Softcover mit Klappen, 236 Seiten, ISBN 978-3-907551-91-2

CHF 36.00

  • 3–5 Tage Lieferzeit

Peter Blaser, Fotos

Geboren am 16.2.1952 in Trub; Typografischer Gestalter, 

Fotograf  Né le 16-2-1952 à Trub; designer typographe, photographe | Foto-Ausstellungen / Expositions photographiques

• Plateau de Diesse – Paysages, Galerie Faucon, La Neuveville, 2003

• Stille Bilder / Tableaux silencieux, Schlössli, Biel / Bienne, 2014

• First-Friday-Fotografien, Gewölbegalerie Biel / Bienne, 2022

• Requisiten / Accessoires (Joli mois de Mai), Krone / Couronne, 

Biel / Bienne, 2023

Markus Waldvogel, Gedichte

Geboren am 23.5.1952; Jugend in Schaffhausen; Studium 

(Germanistik, Pädagogische Psychologie und Philosophie) in Zürich; Promotion bei Peter von Matt über Mörike und 

Adorno; Mitglied AdS (Autorinnen und Autoren der Schweiz)

 




Marisa Sigrist & Annalisa Hartmann ‹menschennähen› Gedichte

«Freundschaftlicher Austausch

Marisa Sigrist und Annalisa Hartmann vernähen in diesem gemeinsamen Gedichtband Verletzlichkeiten, Fantasien, Ängste und Hoffnungen. Sie publizieren aus jenem Fluidum, in dem eine Beziehung beginnt, in dem sie sich entwickelt und in dem sie, unter einem günstigen Stern, zu einer tiefen Freundschaft werden kann. Feinfühlige Frage- und Antwort-Gedichte führen in eine Vertrautheit und zu «menschennähen.»

 

     Peter Rudolf, Lektor – Lyriker

 

 

Leseprobe

 

***

 

Fadenmeer

 

 

Tauch ruhig ein ins

Fadenmeer

lass dich tragen

huckepack

immer weiter

wellenwärts

bis der Seetang

dich streichelt

und Muscheln dir

zu Füssen liegen

verwobene Welten

du

mittendrin

   
     Marisa Sigrist

 

 

 

ich will dir

deinen seetang

aus dem gesicht streichen

lieber meermensch

den vorhang öffnen

dir wellen freilegen

dich der bewegung geben

dich bewundern

deine anmut

zwischen diesen strömen

deine feinheit

zwischen meinen engen

zwischen all den mengen

kunst

dein wesen

mir so nah

 

ich will nicht am fernen ufer stehen

und auch nicht als möwe über dir fliegen

nur blick zum fischfang

ich will nicht jagen

aber begleiten

mich als wesen

neben dir

frei in meine fantasien legen

 

neigst du mir nun

deinen kopf

 

     Annalisa Hartmann

 

***

 

 

 

Gedichtbooklet, 2025, PRO LYRICA lyrikmini #02 

Broschur, 36 Seiten, ISBN 978-3-907551-92-9

Erstverkaufstag 15.3.2025 

Marisa Sigrist & Annalisa Hartmann ‹menschennähen› Gedichte, PRO LYRICA lyrikmini #02, 2023, Broschur, 36 Seiten, ISBN 978-3-907551-92-9

CHF 14.90

  • 3–5 Tage Lieferzeit

Marisa Sigrist
Marisa Sigrist wurde 1995 in Luzern geboren. Sie folgte ihren Lebensfäden ins Webatelier, wo sie gleichzeitig klare Gedanken und ruhigen Fluss findet: zu kreativen Menschen und Projekten in Bern, Luzern und anderswo; zu menschennähen. Aktuell folgt sie den Gewässern in ihre Heimat – dem Luzerner Seetal. Und entdeckt schreibend.

Annalisa Hartmann

Annalisa Hartmann wurde 1989 in Bern geboren. Ihre Leidenschaften sind die Literatur und die Musik. Sie singt und lernt Bratsche spielen. Beim Schreiben begeistern sie Interaktionen und Gemeinschaftsprojekte. Derzeit steht sie in engem literarischen Austausch mit der Düsseldorfer Lyrikerin Miriam Bornewasser. Für ein gemeinsames Projekt wandert sie von Bern nach Düsseldorf.




Marco Berg ‹Halme› Gedichte

«Vorsicht vor dem Betreten dieses Hauses! Schlanke Gerüste von je 2 x 9 Worten schaffen Assoziationsräume, die den Leser in Fallen locken, zu Abgründen führen, oder andersherum – hinter fürchterlich aussehenden Türen mit einem Zwinkern überraschen. 

 

Alltagsbeobachtung, groteske Imagination und Metaphysik sind der Stoff für Sequenzen, deren Anfänge und Enden zu eigentümlichen Schleifen gebunden sind. Ihre Schlaufen lauern darauf, dass sich der Verstand in ihnen verfängt. 

Trau sich, wessen Denken bereit ist, sich der Dichtung zu ergeben.»

 

     Thomas Haker, Lyriker - Lektor

 

 

Leseprobe

 

***

 

ARTIST 

 

 

Beim Jonglieren

mit nur

einer Orange

ging es

mir auf:

Die Welt

war einfach

perfekt wie

sie war.

 

 

***

 

SELBSTTEST

 

Ich hielt

mich für

aufrecht an

mein Gewissen

gelehnt das

im Stehen

schlief. Denkt

so ein

schlechter Mensch?

 

 

***

 

 

 

Gedichtbooklet, 2025, PRO LYRICA lyrikmini #03 

Broschur, 40 Seiten, ISBN 978-3-907551-93-6

 

Marco Berg ‹Tierbrevier› Gedichte, PRO LYRICA lyrikmini #01, 2023, Broschur, 54 Seiten, ISBN 978-3-907551-73-8

CHF 14.90

  • verfügbar
  • 3–5 Tage Lieferzeit

Marco Berg, *1966

Marco Berg, 1966 in Luzern geboren, Kindheit und Jugend in Bonn. Lebt und schreibt seither in Zürich. Studium der theoretischen Physik an der ETH Zürich, Promotion in Umweltwissenschaften. Ist tätig im Klimaschutz und Vater von vier Kindern. Diverse Publikationen bei PRO LYRICA, u. a. ‹Garstufen› Gedichte, 2021; ‹Tierbrevier› Gedichte, 2023; ‹Akkurate Kristalle› Siebzehnsilber in Quartetten, 2023. 



Kuno Roth ‹Seelensee – Gedichte zu inneren und äusseren Landschaften›

Ein PRO LYRICA Poesie-Buch

1. Auflage 2024

 

In Kuno Roths Gedichten erklingt eine feine und gleichzeitig eigenwillige lyrische Stimme. Sie berührt wegen seiner Liebe zur Natur und seiner humanistischen Sicht auf die Welt. Seine Gedichte verflochtener Natur- und Seelenlandschaften beglücken oder trösten; und enden oft mit einer überraschenden Pointe. 

 

Roths Poesie ist bodennah und eröffnet trotzdem Tiefe. Beziehungsweise deshalb.

 

     PRO LYRICA

 

 

«Landschaftsschutz ist beseelt von der Sorge um unsere Schönheiten. Schönheiten, die Kuno Roth in Sprache hüllt.»

 

Raimund Rodewald, Landschaftsberater, ehemaliger Geschäftsleiter der Stiftung Landschaftsschutz

 

 

 

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Leseprobe

 

***

 

Noch Nebel in Gräsern

als würde der Tag 
zögern aufzustehen.

 

 

***

 

Getaucht in warmes Licht,

gebettet in rötliche Moorlandschaft 

der silberne See.

Still schweben Wolken in ihm.

Das Wasser spiegelt 

den Frieden der Natur.

Weiss sie davon?

 

 

***

 

Wie ein Pappelblatt 

zittert 

zuweilen meine Seele. 

Dich als Teil meiner Wurzel 

zu wissen

ist Boden.

 

 

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‹Seelensee› wird unterstützt von:

Kampagnenforum, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, BVM, Gebäudeversicherung Kanton Bern, Burgergemeinde Bern, Kanton Bern 

 

Auch bei PRO LYRICA:
KUNO ROTH ‹KL!MA VISTA›

 

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Mengenrabatt ab 11 Exemplaren > auf Anfrage

 

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Kuno Roth ‹Seelensee – Gedichte zu inneren und äusseren Landschaften  

PRO LYRICA 2024, Softcover mit Umschlagklappen, 104 Seiten, ISBN 978-3-907551-90-5, Auslieferung ab 1.12.2024

Kuno Roth ‹Seelensee – Gedichte zu inneren und äusseren Landschaften› PRO LYRICA 2024, Softcover, ca. 96 Seiten, ISBN 978-3-907551-90-5

CHF 27.90

  • verfügbar
  • 3–5 Tage Lieferzeit

Kuno Roth

Jahrgang 1957, Dr. rer. nat., ehemaliger Chemiker, Humanökologe und Schriftsteller. Schreibt Kolumnen, Glossen und Gedichte (Veröffentlichungen siehe unten), Arbeitete zuletzt als Mentoring-Verantwortlicher bei Greenpeace International, war zuvor 25 Jahre lang Bildungsverantwortlicher von Greenpeace CH und ist als Berater sowie als Co-Präsident von Solafrica und Vorstand des Frauen-Solarprojektes Nicaragua tätig. «Seelensee» ist seine siebte Lyrik-Publikation. Von Kuno Roth sind bislang folgende Gedichtbände erschienen:



Doris Host ‹Kennst du das auch?› Geschichten, Alltagsgedanken, Gedichte

Neuerscheinung

 

Der Titel des Buches ist identisch mit einem Text aus der Rubrik «Besinnliches». «Kennst du das auch?» Mit dieser Frage könnten sehr viele der enthaltenen Geschichten enden.

Doris Host, die schon einige Gedichtbände veröffentlicht hat, schrieb in den vergangenen Jahren auch Prosatexte. Nicht deren Publikation stand für sie im Vordergrund, sondern das Niederschreiben und damit Festhalten des Gesehenen, Gehörten, Gefühlten und Erlebten.

 

Ermuntert, den Schatz nicht für sich allein zu behalten, traf Doris Host eine Auswahl, welche die Breite ihres schriftstellerischen Könnens und die Tiefe ihrer Gedanken aufzeigt. Natürlich finden sich auch Texte, über die man schmunzeln kann oder die, so wie sie zu Papier gebracht sind, keiner weiterer Erläuterung bedürfen. Es ist wie es ist. Die gewählte Sprache ist stimmig mit dem jeweiligen Textinhalt und deshalb so leicht les- und erfassbar. Immer schwingt die passende Sprachmelodie mit, immer sind die passenden Wörter gewählt.

 

Das Buch «Kennst du das auch?» hat mit seinem Mix für alle Leserinnen und Leser Texte, die berühren. Doris Host ist kein Lebewesen zu gering, keine Witterung unpassend, jede Landschaft bewundernswert und jeder Mensch verdient es, in seiner Einzigartigkeit beschrieben zu werden. Wer die Texte auf sich wirken lässt, kann die Gedanken der Autorin, wenn er denn will, ausdehnen oder sich durch die Vielfalt des selbst noch nicht Entdeckten inspirieren lassen und merken, was man täglich unbeachtet lässt.

 

Die Texte sind mehrheitlich kurz, was viel Positives an sich hat. Das Buch ist eher nicht gedacht als Lektüre, die man von vorne bis hinten in einem Zug liest. Für jede Gemütsstimmung gibt es Texte, und das zeichnet «Kennst du das auch?» aus. Die Leserschaft wird bei sehr vielen Geschichten, Alltagsgedanken und Gedichten die Titel-Frage mit Ja beantworten. Vielleicht auch deshalb, weil die Lektüre zum Nachdenken und vielleicht zum Weiterspinnen anregt.   Rita Iseli  Lektorin

 

 

Leseprobe
.
Buchstaben Schnipsel
von flüchtigen Gedanken
Vom Winde verweht
umhüllen sorgsam
die Fülle
geschriebener Worte

 

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Doris Host ‹Kennst du das auch?›

Geschichten, Alltagsgedanken, Gedichte

edition pro lyrica 2024

Hardcover, 112 Seiten, ISBN 978-3-907551-89-9

Erstverkaufstag 15.11.2024

 

 

72 Geschichten, Alltagsgedanken, Gedichte | Hardcover, 112 Seiten, ISBN 978-3-907551-89-9

CHF 27.90

  • verfügbar
  • 3–5 Tage Lieferzeit

Doris Host Widler, geborene Plewka
Doris Host, der Vater ursprünglich aus Bömisch-Mähren, die Mutter aus Baden-Württemberg, ist 1941 in Düsseldorf geboren und hat im malerisch gelegenen Dorf Büsingen am Hochrhein, nahe der Schweizer Grenze, ihre Jugendjahre verbracht.
Die harmonische Umgebung in damals noch ländlicher Idylle hat einen Teil ihres Schreibens geprägt. Heute ist die ehemalige Kauffrau, Katechetin und Mutter von drei erwachsenen Kindern im altertümlichen Städtchen Diessenhofen im Thurgau beheimatet.
Gestalten, Schreiben, Lauschen und Sinnieren über das Leben in all seiner wunderbaren Fülle und mitmenschliche Kontakte pflegen sind die Stärken der Autorin und spiegeln sich in den (be)sinnlichen, feinfühligen Texten. Man sagt, es seien Nachttisch-Bücher – immer zur Hand, wenn man sie braucht.  Doris Host schreibt Lyrik und Prosa. 


Esther Künzi ‹der übergang ist meine jahreszeit› Gedichte

Neuerscheinung

 

In den Gedichten von Esther Künzi werden Gedanken, Erlebtes und Augenblicke zu Fenstern, die sich öffnen. Die Sicht auf Lebensabschnitte, Landschaften, Jahreszeiten und inneres Erleben formen sich zu einer eigenen Art poetischer Wortgebilde.
Die Texte, kurz und intensiv, entstehen aus der Stille, werden zur verdichteten Wahrnehmung, zu Lyrik. Sie kennen keine vorgegebenen Formen. Wenn man sie liest, klingen die Gedichte auch ohne Reim und tragen leichtfüssig ihren Inhalt.
In Wortbildern wird das eigene Leben gespiegelt, dadurch können die Texte zu guten Begleitern der Leserinnen und Leser werden.
Die Gedichte von Esther Künzi, aus ihrem Innersten, aus dem See ihrer Kindheit geschöpft, sind wie ein tiefes Ein- und Ausatmen; sie gleichen leichten, duftenden Blüten, die sich über Nacht öffnen mit einem Glanz, der uns weit über den Alltag hinaus beglückt und zuversichtlich stimmt. 

 

Barbara Traber 

 

Leseprobe

   

***

 

beim erwachen

noch mit

geschlossenen augen

sehen

dass ich die schuhe

auswählen kann

mit denen ich 

in den tag laufe

ich gehe barfuss

 

***

 

nochmals leichtfüssig

aufspringen

auf das karussell der

jahreszeiten

frühlingswind 

im gesicht 

das verdorrte

abstreifen

ohne zu zögern 

sonnenkraft atmen

bis aus dem geheimnis

der schöpfung

neues aufbricht

das leben verheisst

 

***

 

im traume 

wünscht ich mir

ein weites kleid

mit tausenden

von falten

zum tanzen müsst es sein

ich würd mich drehen

drehen drehn im all

die ganze erde

mit dem saum bedecken

der faltenwurf würd

tröstend sie umfassen

und dem versehrten erdball

atem sein

ich wünschte mir

im traum

ein weites kleid

mit tausenden von falten

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Esther Künzi ‹der übergang ist meine jahreszeit›
Gedichte

PRO LYRICA 2024

106 Seiten | Hardcover, mattlaminiert

 ISBN 978-3-907551-88-2

 

 

Gedichtband, 106 Seiten, ISBN 978-3-907551-88-2

CHF 27.90

  • verfügbar
  • 3–5 Tage Lieferzeit

Esther Künzi

Esther Künzi-Fischer 1950 in Brienz BE geboren und dort aufgewachsen. Besuch des Kindergärtnerinnenseminars der Neuen Mädchenschule in Bern. Nach dem frühen Tod des Ehepartners 1983 Gesangsausbildung zur Sopranistin.

Nebst verschiedenen prägenden Brieffreundschaften jahrzehntelanger Briefwechsel mit dem Schriftsteller und Theologen Albrecht Goes (1908–2000) aus Stuttgart-Rohr.

Esther Künzi hat zwei Söhne, eine Tochter und Enkelkinder und lebt mit ihrem Lebenspartner in Thun. Sie schreibt seit August 2020 Gedichte. ‹der übergang ist meine jahreszeit› ist ihr erster Gedichtband.



Pia Strub-Hubli ‹Eibenland› Zeitgeschichten

Neuerscheinung

 

In ihrem zweiten Werk streift Pia Strub  durch die Vergangenheit, lässt eintauchen in längst vergessene Zeiten. Sie nimmt einen  mit in Schneegestöber, Gewitter, Julisonne und farbigen Herbst durch die Geschichte einer Grossfamilie mit ihren Freuden und Leiden in einem Bergdorf zur Zeit des Zweiten Weltkrieges. Einfühlsam, berührend, bedrückend, beglückend – ein Zeitzeugnis.     

 

       Dorette Schmid

 

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Pia Strub ‹Eibenland› Zeitgeschichten

edition pro lyrica 2024

illustriert, 10 Bilder der Autorin

156 Seiten | Hardcover, mattlaminiert

 

ISBN 978-3-907551-84-4

 

 

Prosaband mit Bildern, 10 Bilder der Autorin, 156 Seiten, ISBN 978-3-907551-84-4

CHF 27.90

  • verfügbar
  • 3–5 Tage Lieferzeit

Pia Strub-Hubli
Pia Strub ist 1943 in Schwyz geboren, Tochter einer Hotelierfamilie in den Voralpen. Schon in Primar- und Mittelschule gern Aufsätze geschrieben und grosse Leseratte. Matura in Freiburg und, nach Pharmaziestudium, Familienfrau in der Nähe Zürichs. Während dieser Zeit Stellvertretungen in Apotheken und etliche Schreibseminare, u. a. im Studienhaus Boldern. Mit vierzig an der SAL Journalistikdiplom, einige Jahre für den Ringierverlag Gesundheitskolumnen im Gelben Heft verfasst. Ende des Jahrtausends Abschluss der Ausbildung als Kunsttherapeutin bei ISIS/EHB. Seit einigen Jahren Vereinsmitglied von PRO LYRICA. 2021 Publikation des Mundart Gedichtbandes ‹looslaa› und zwischen 2019 und 2022 je einen Monatsbeitrag für den PRO LYRICA Jahreskalender.



Claudine Egli ‹AAFRIKAA› Lyrische Kurzprosa

 

 

Das besondere PRO LYRICA-BUCH

Neuerscheinung

 

Die Texte des Buches «AAFRIKAA» von Claudine Egli, Autorin mit Down-Syndrom und 2022 verstorben, sind kurze Betrachtungen, lyrische Wortspiele, Kalauer und Kürzestgeschichten zu Themen wie Mut, Alter, Tiere, Insel, Zeit oder Unsichtbar.

 

Franz Hohler schreibt in seinem Nachwort des Buches in Form eines Briefes an die Autorin:

«Mir scheint, du hast die Sprache erkundet wie ein fremdes Land.»

 

Das Buch enthält 14 ausgewählte Bilder oder Zeichnungen der 1971 in St. Gallen geborenen Autorin. 

 

Leseprobe

 

Nach AAFRIKAA

 

Da hinten ist AAFRIKAA versteckt,

hinter den Bäumen

 

***

 

AAFRIKAA ist,

wenn man mit dem Schiff fährt.

 

***

 

AAFRIKAA ist,

wenn man geradeaus fährt.

 

***

 

Dann kommt man nach AAFRIKAA.

Oder schwimmt nach AAFRIKAA.

 

***  ***  ***

 

Skandal

 

Nervös sein ist ein Skandal.

 

***

 

Andere Bewohner plagen, das ist ein Skandal.

 

***

 

Elisabeth flucht, das ist auch ein Skandal.

 

***

 

Sirup trinken, das ist ein Skandal. Die Sirupflasche klauen und die ganze austrinken.

 

***

 

Mit den Männern schmusen, schäkern, das ist ein Skandal. Und es ist schön.

 

 

Lyrische Kurzprosa, bunt illustriert, 14  Bilder oder Zeichnungen der Autorin2024, edition pro lyrica

Hardcover, 60 Seiten, ISBN 978-3-907551-87-5

 

Claudine Egli ‹Tierbrevier› Lyrische Kurzprosa, 2024, Hardcover, 60 Seiten, ISBN 978-3-907551-87-5

CHF 30.00

  • verfügbar
  • 3–5 Tage Lieferzeit

Claudine Egli  1971–2022

Claudine Egli wurde am 8. Januar 1971 in St. Gallen als Jüngste von fünf Schwestern geboren. Dank dem Einsatz der Mutter konnte das Mädchen mit Down-Syndrom im Alter von acht Jahren fliessend lesen. Fortan bestimmten Bücher, Hörbücher, Geschichten und vor allem ihr grosses Interesse an der Sprache ihr Leben und ihre eigene Gedankenwelt massgeblich. 1993 wurden ihre Bilder an einer Art-Brut-Gruppenausstellung des Open Art Museums in St. Gallen ausgestellt. Ab 2004 lebte Claudine Egli in einem Wohnheim der Stiftung Waldheim, ab 2010 im Wohnheim Schönenbüel in Teufen. Das Wasser und das Fernweh, namentlich Afrika, bestimmten immer mehr ihre Gedankenwelt und ihre Texte, die sie seit 2009 als Fernkorrespondentin für das Down-Syndrom-Magazin Ohrenkuss schrieb und – infolge ihrer zunehmenden körperlichen Erkrankungen wurde das Schreiben von Hand unmöglich – präzis diktierte. Nach der Heimkehr von einer Reise nach Sardinien, verstarb Claudine Egli still und schnell am 3. Oktober 2022 in Teufen.


Gisela Salge ‹Bärlauch – Erzählungen und verstreute Geschichten›

Ein PRO LYRICA Prosabuch

Neuerscheinung

 

Gisela Salge berichtet von schrulligen Menschentypen und ihren Verstrickungen. Warmherzig und schalkhaft erzählt sie aus deren aktuellen Leben. Parallel dazu

erinnern sich einige ihrer Protagonisten an Hoffnungen und Verknotungen; bei anderen blendet die Autorin zurück in wichtige Episoden der Vergangenheit. 

 

Beispielhaft, manchmal als Gleichnis oder Parabel, skizziert Gisela Salge kürzere und längere Momente aus dem Leben mal eines einzelnen Protagonisten, mal 

im Dialog zwischen zwei Freunden. 

 

Humoristisch erzählt sie die Geschichte von Zeus, der sich eine attraktive Zahnarztgehilfin erobern will – und man hört nicht auf mit Lesen, ehe man erfahren  hat, ob Zeus, listenreich wie gewohnt, sein Ziel erreicht oder ob er einmal mehr der Düpierte bleibt.

 

Wunderbar aufgelockert werden die Erzählungen durch Zeichnungen von Elisabeth Walser in Mels.

 

       Peter Rudolf, Dornach

 

Leseprobe

 

Putzgedanken 

Für B. J.

 

«Es wäre ja nicht das erste Mal. Wir haben schon oft die Fenster geputzt, die Jalousien gleich mit. War nie ein Problem», sagte Sigi und bestrich sich die Frühstücksemmel mit Butter.

«Klar, auch der Badezimmerschrank wäre schnell ausgeräumt, nass durchgewischt, altes Zeug aussortiert, in die Apotheke zurück oder weggeworfen», antwortete Gusti.

«Und die Bücherwand haben wir schon x mal abgestaubt, dabei neu sortiert und Bücher, die wir nie mehr lesen, in die Bibliothek gebracht.»

«Wenn wir mal dran sind, ist es keine Sache, die Möbel beiseitezuschieben, den Teppich hochzunehmen und den Boden feucht aufzuwischen. Den Rest macht der Staubsauger.» 

«Nur die Kabel unterm Schreibtisch und hinter dem Fernseher …» 

«Wir sollten das zuerst erledigen, dann haben wir es hinter uns.» 

«Mir graut davor. Das sind elende Staubzonen, für die man intakte Kniescheiben braucht und viel Geduld.»

«Geduld auch, ja, vor allem aber braucht es Konzentration! 

Wenn da ein Kabel aus der Verzweigung oder der Steckdose rutscht, haben wir den Salat.» Gusti schenkte sich Kaffee nach und meinte lachend: 

«Der Spruch: ‹Sie haben keine Internetverbindung› wäre noch das kleinste Übel. Aber wohin gehört der WLAN-Stecker, wohin der vom Telefon, vom Fernseher, seinem Lautsprecher, vom Drucker? Von der LED Lampe? Vom Fax?»

«Den Fax haben wir schon lange nicht mehr.»

«Dann was anderes, wo man nicht weiss, wo es herkommt und hingehört.»

«Na gut, das muss ja alles nicht sofort sein und nicht alles auf einmal», meinte Sigi, legte den Kopf in die Hand und seufzte: «Die Küche hat auch so ihre Angriffsflächen. Herd, Backofen, Mikrowelle.»

«Die Mikrowelle kann eigentlich weg, die haben wir schon ewig nicht mehr gebraucht. Der Originalkarton steht noch im Keller.» 

 

Sigi holte den Karton aus dem Keller. Gusti steckte die Mikrowelle in die Styropor Schutzvorrichtungen und weil gerade schönes Wetter war, fuhren sie ins Brockenhaus und lieferten das Ding dort ab. Die ehemalige Nachbarin von Sigi und Gusti freute sich und sagte, sie sei froh um die Mikrowelle, weil jetzt so viele Flüchtlinge kämen, die sowas gut gebrauchen könnten.

«Geschirr, Töpfe, Pfannen und Besteck sind immer gefragt. Und wenn ihr noch altes Bettzeug habt, Laken, Bezüge, Wolldecken und so Sachen, die noch gut und sauber sind, auch Kleider, die ihr nicht mehr braucht – nur bringen, jederzeit.» 

 

«Prima», meinte Sigi auf der Rückfahrt, «damit wären die Probleme im Küchen-, Wäsche- und Kleiderschrank schon mal erledigt. Die können wir, wenn sie leer sind, nebenbei noch putzen. Das geht in einem hin.» 

«Leer? Alles müssen wir nun auch nicht …»

«Natürlich nicht. Nur zum Sehen, was wir überhaupt …» 

«Aber nicht mehr heute.»

«Nein, wir wollten am Nachmittag zum See und Schach spielen.»

«Aber Morgen.»

«Geht nicht. Morgen sind wir verabredet fürs Museum.» 

«Dann aber sicher übermorgen!» 

«Sicher nicht! Übermorgen soll es regnen, da kann ich keine Fenster putzen. Ich wollte die ganze Putz-Aktion mit dem Fensterputzen starten.»

 

Nach dem Mittagessen brachte Gusti das Geschirr in die Küche und sagte wie zu sich selbst: 

«Es wäre einfach besser, gleich anzufangen, wenn man so eine Putz-Idee hat, sonst kommt immer was dazwischen.»

Sigi hörte das gerade noch. Er nahm ein Buch, setzte sich in den Liegestuhl auf den Balkon, sog genussvoll an seiner Zigarre und rief: 

«Es hat eben alles seine Zeit.»

Gusti rief zurück: 

 

«Naja, zur Not haben wir ja auch noch diese Adresse …»

 

 

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Prosa, Klappenbroschur, 152 Seiten, EDITION PRO LYRICA 2023, ISBN 978-3-907551-85-1

 

Prosa, Klappenbroschur, 152 Seiten, EDITION PRO LYRICA 2023, ISBN 978-3-907551-85-1

CHF 27.90

  • verfügbar
  • 3–5 Tage Lieferzeit

Gisela Salge *1943

Gisela Salge ist eine Langzeitschreiberin von Lyrik und Prosa. Geboren 1943. Nach Kunstschule in Bremen Ausbildung zur Goldschmiedin. Seit 1967 in der Schweiz, in Luzern, Zürich und Rapperswil tätig. 1987–95 Ausbildung zur Sozialbegleiterin und Psychotherapeutin. Eigene Praxis in Zürich. Seit 2004 wohnhaft in Mels. Gründungsmitglied der ‹Literatur im Sarganserland› mit jährlichen Lesungen an verschiedenen Orten und alle drei Jahre Lesung an der internationalen Skulpturenausstellung der Bad RagARTz.

 

Werk: ‹Bärlauch, Erzählungen und Lesestücke›, EDITION PRO LYRICA, Winterthur, 2023 | ‹Aus dem Überseekoffer, Verstreute Geschichten›, EDITION PRO LYRICA, Winterthur, 2022 | ‹Schneeschmelze›, Gedichte, PRO LYRICA, Winterthur, 2021 | ‹Im Birnbaumschatten›, Kurzgeschichten, Sarganserländer Verlag, Mels, 2012 | ‹Lebenszeichen›, Gedichte, PRO LYRICA, Schaffhausen, 1992 | Diverse Publikationen in ‹Terra plana›, Zeitschrift für Kultur, Sarganserländer Verlag, Mels



Aktuell

Marco Berg ‹Akkurate Kristalle› Siebzehnsilber in Quartetten

«Es wäre ein Euphemismus, wenn man die Texte von Marco Berg doppelbödig nennen würde. Auch doppelzüngig würde es nicht treffen. Sie sind immer genau das, was sie sind: gegenständlich, verankert in der Wirklichkeit. Und doch stützen sie sich niemals zu stark darauf. Denn schnell und unerwartet sind sie plötzlich an einem anderen Ort. Sie haben sich aus der Buchstäblichkeit befreit. Das ist das Einzigartige an Marco Bergs Stimme: ein plötzlicher Aufflug oder Absturz, manchmal beides in einem; eine plötzlich gewonnene Höhe oder Tiefe, die Gewohntes ungewöhnlich macht, Perspektiven verschiebt, verändert und erneuert».

 

           Oliver Füglister

           Autor «Ginkaku-ji-Variationen

 

 

Leseprobe

 

***

 

A

P

R

I

L 

 

 

Der Osterhase

Versteckt sich zwischen Hasen

Knabbert ein wenig

 

 

 

XXXI

 

Graumeliert der Star

Unbedarft sein Publikum

Singt ohne Noten

 

 

Kamine rauchen

Die Störche um sie passiv

Schwarz-weiße Schwingen

 

 

Die Sommerschwalbe

Kehrt dessen gewahr sie ist

Ganz allein rasch um

 

 

Der Milan kreist weit

Sein Baum wartet geduldig

Im Flug vergeht Zeit

 

 

 

XXXII

 

Aus dem Purzelbaum

Sprießen ihre Gliedmaßen

Wie junge Triebe

 

 

Unausstehlich weich

Deine Hand in meiner Hand

Wenn du mir vertraust

 

 

Hoffnung verlässt mich

Du könntest zurückkehren

Genau wie gestern

 

 

Wenn davon nur ich

Mich überzeugen könnte

Ich liebe dich nicht

 

***

 

 

Marco Berg «Akkurate Kristalle, Siebzehnsilber in Quartetten»

PRO LYRICA 2023

ISBN 978-3-907551-86-8

 

156 siebzehnsilber in quartetten, 13 Illustrationen/Zeichnungen von Jeanine Osborne, 80 Seiten

Klappenbroschur, Masse 105 x 212 mm, Gewicht 108 g

Erstverkaufstag 01.12.2023

 

Stichworte

Gedichte, Haiku, Senryu, Philosophie, Erkenntnis, Japanische Gefilde

 

Marco Berg «Akkurate Kristalle, Siebzehnsilber in Quartetten», PRO LYRICA 2023, Klappenbroschur, 80 Seiten, ISBN 978-3-907551-86-8

CHF 27.90

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Marco Berg, *1966

Marco Berg, 1966 in Luzern geboren, Kindheit und Jugend in Bonn. Lebt und schreibt seither in Zürich. Studium der theoretischen Physik an der ETH Zürich, Promotion in Umweltwissenschaften. Ist tätig im Klimaschutz und Vater von vier Kindern. Diverse Publikationen bei PRO LYRICA, u. a. ‹Garstufen› Gedichte, 2021; ‹Tierbrevier› Gedichte, 2023; ‹Akkurate Kristalle› Siebzehnsilber in Quartetten, 2023.